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Ludmilla & Roland Unser Team Analyse-Gespräch anfragenOft stehen wir im Leben vor der Frage, ob wir eine Situation so annehmen sollen, wie sie ist, oder ob wir etwas verändern müssen. Vielleicht gibt es etwas, das uns stört, das wir nicht akzeptieren können oder von dem wir unbedingt möchten, dass es anders wird. Wir versuchen dann, die Umstände zu verändern, kämpfen gegen das, was gerade da ist, oder halten an einer bestimmten Vorstellung fest. Doch aus der Sicht des erwachten Bewusstseins stellt sich zunächst eine ganz andere Frage: Sind wir überhaupt frei, zwischen Annehmen und Verändern zu wählen? Denn wirkliche Veränderung kann erst dort entstehen, wo wir nicht mehr aus innerem Zwang heraus handeln.

Annehmen und Verändern sind zunächst zwei ganz natürliche Möglichkeiten des Lebens. Beides ist in Ordnung. Es geht also nicht darum, grundsätzlich alles hinzunehmen oder auf jede Veränderung zu verzichten. Entscheidend ist vielmehr, aus welchem inneren Zustand heraus wir handeln.
Wenn wir zuerst versuchen, etwas anzunehmen und es so sein zu lassen, wie es gerade ist, entsteht Raum. Wir müssen nicht sofort reagieren, etwas verbessern oder die Situation unseren Vorstellungen entsprechend verändern. Wir können zunächst einfach anerkennen: Ja, so ist es jetzt.
Wenn wir dagegen etwas überhaupt nicht annehmen können, entsteht eine innere Enge. Wir sträuben uns gegen die Situation, lehnen sie ab und möchten sie möglichst schnell loswerden. Dadurch verengt sich unser innerer Raum immer weiter. Wir sind so sehr mit dem beschäftigt, was anders sein sollte, dass wir kaum noch wahrnehmen können, was tatsächlich geschieht.
Erst wenn wir annehmen können, was gerade ist, entsteht der Raum, in dem wirkliche Veränderung möglich wird.
Das bedeutet nicht, dass wir mit allem einverstanden sein müssen oder nichts mehr verändern dürfen. Es bedeutet lediglich, dass wir aufhören, gegen die gegenwärtige Wirklichkeit anzukämpfen. Aus dieser Offenheit heraus kann sich zeigen, ob eine Veränderung überhaupt notwendig ist und welche Handlung tatsächlich stimmig wäre.
Ob wir etwas annehmen oder verändern, hängt wesentlich davon ab, wie frei wir innerlich sind. Denn solange wir aus einem starken Bedürfnis, einem Mangel oder einem inneren Zwang heraus reagieren, haben wir eigentlich gar keine Wahl.
Das lässt sich gut an einem einfachen Beispiel verdeutlichen: Wenn jemand großen Hunger hat und ihm eine Suppe vorgesetzt wird, die ihm eigentlich nicht schmeckt, wird er sie vermutlich trotzdem essen. Wenn er dagegen satt ist, kann er frei entscheiden, ob er diese Suppe möchte oder lieber etwas anderes isst.
Der Unterschied liegt nicht in der Suppe, sondern in der Freiheit, die jemand in diesem Moment hat. Solange ein grundlegendes Bedürfnis nicht erfüllt ist, bestimmen die empfundenen Notwendigkeiten das Handeln. Erst wenn diese Dringlichkeit nicht mehr vorhanden ist, entsteht die Möglichkeit einer bewussten Entscheidung.
Genauso verhält es sich mit unseren inneren Reaktionen. Wenn uns etwas unmittelbar triggert, wenn wir eine Situation nicht aushalten oder unbedingt verändern müssen, reagieren wir häufig automatisch. Wir haben dann nicht wirklich die Freiheit, innezuhalten und zu prüfen, ob wir die Situation vielleicht auch annehmen könnten.
Aus der Sicht des spirituellen Erwachens geht es deshalb zunächst darum, diese Freiheit herzustellen. Erwachen und Erleuchtung bedeuten innere Freiheit. Erst aus dieser Freiheit heraus können wir wirklich unterscheiden, was wir annehmen möchten und was wir verändern wollen.
Ein wichtiger Hinweis auf unsere innere Unfreiheit sind unsere Anhaftungen. Damit ist gemeint, dass wir an bestimmten Vorstellungen, Erwartungen oder Wünschen so stark festhalten, dass etwas unbedingt so sein muss, wie wir es uns vorstellen.
Vielleicht soll ein anderer Mensch sich anders verhalten. Vielleicht muss eine bestimmte Situation endlich eintreten oder etwas, das gerade geschieht, darf auf keinen Fall so bleiben. Je größer die Dringlichkeit ist, mit der wir etwas anders haben wollen, desto genauer lohnt es sich hinzuschauen.
Denn jede Anhaftung kann uns zeigen, wo wir noch nicht frei sind. Das Leben macht uns auf diese Weise auf unsere inneren Unfreiheiten aufmerksam. Was uns besonders stark beschäftigt, was uns immer wieder aufregt oder woran wir nicht loslassen können, kann ein Hinweis auf etwas sein, das wir bisher nicht wirklich erkannt haben.
Anstatt diesen Impulsen sofort zu folgen, ist es hilfreich, zunächst still zu werden. Wir können wahrnehmen, was in uns vorgeht: Welche Gedanken entstehen? Welche Gefühle sind da? Was geschieht körperlich? Wo spüren wir Widerstand oder den Drang, etwas unbedingt verändern zu müssen?
Dafür braucht es Aufmerksamkeit und Ruhe. Es geht darum, sich der eigenen Anhaftung vorsichtig zu nähern, anstatt sie wegzudrücken oder sich unmittelbar mit ihr zu identifizieren.
Wenn wir eine Anhaftung erkennen, können wir beginnen, ihre eigentliche Ursache zu verstehen.
Wenn wir eine Anhaftung bemerken, besteht die erste Reaktion häufig darin, sie möglichst schnell loswerden zu wollen. Doch auch das kann wieder ein Ausdruck von Unfreiheit sein. Wir möchten einen unangenehmen Zustand beseitigen, ohne wirklich zu verstehen, was dahintersteckt.
Stattdessen können wir innehalten und unsere Aufmerksamkeit genau dorthin richten. Wir müssen nichts erzwingen und nichts sofort auflösen. Es geht zunächst darum, still zu werden und genauer hinzuschauen.
Manchmal dauert dieser Vorgang nur wenige Minuten, manchmal braucht es deutlich länger. Wichtig ist, dass wir uns diese Zeit nehmen. Denn wenn wir immer wieder automatisch unseren Anhaftungen folgen, ohne sie bewusst wahrzunehmen, drehen wir uns im Kreis. Wir reagieren auf dieselben inneren Muster, ohne zu erkennen, was sie eigentlich antreibt.
Wenn wir uns dagegen liebevoll mit einer Anhaftung beschäftigen, kann sich nach und nach zeigen, was wirklich in ihr steckt. Welche Vorstellung halten wir fest? Was glauben wir unbedingt zu brauchen? Was können wir nicht annehmen? Durch diese Aufmerksamkeit wird ein Erkenntnisprozess möglich, in dem sich die Anhaftung schließlich auflösen kann.
Das bedeutet nicht, dass wir uns ständig selbst analysieren oder jede Reaktion hinterfragen müssen. Es geht vielmehr darum, bei den Dingen genauer hinzuschauen, bei denen wir merken, dass wir nicht frei sind. Dort liegt eine Möglichkeit, uns selbst besser zu erkennen und innerlich freier zu werden.
Annehmen oder verändern? Beides gehört zum Leben. Doch solange wir aus innerem Widerstand, aus Mangel oder aus einer starken Anhaftung heraus handeln, fehlt uns die Freiheit, wirklich zu wählen.
Deshalb ist es hilfreich, zunächst innezuhalten, die Situation anzunehmen und aufmerksam wahrzunehmen, was in uns geschieht. Unsere Anhaftungen sind dabei keine Hindernisse, die wir einfach beseitigen müssen, sondern Hinweise auf Bereiche, in denen wir noch unfrei sind.
Wenn wir ihnen mit Aufmerksamkeit begegnen und erkennen, was wirklich dahintersteckt, kann sich etwas lösen. Und aus dieser inneren Freiheit heraus zeigt sich ganz natürlich, ob wir etwas annehmen oder verändern möchten.
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Unsere Angebote sind spirituelle Begleitung. Sie ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische oder medizinische Beratung und Behandlung. Die Teilnahmebedingungen findest du auf der Seite des jeweiligen Angebots.
* Die Transzendentale Aufmerksamkeits-Technik (TAT) wurde von Ludmilla & Roland entwickelt. Alle Inhalte und Materialien sind urheberrechtlich geschützt © Der kleine Buddha Publishing.