Erleuchtung - Blog

Wie du inneren Frieden findest und
dein Bewusstsein erweiterst

Erleuchtung: Was du suchst, ist längst da

Die Suche nach Erleuchtung kann ein tiefer innerer Impuls sein. Etwas in uns möchte erkennen, was wirklich ist, möchte Frieden, Glück und Freiheit erfahren. Und vielleicht ist genau diese Suche ein wichtiger Teil des Weges. Gleichzeitig kann sie irgendwann zu einem Hindernis werden. Denn was wäre, wenn das, was du suchst, gar nicht irgendwo auf dich wartet? Was wäre, wenn das, was du wirklich bist, längst da ist?


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Die Suche nach Erleuchtung ist nicht das Problem

Die spirituelle Suche wird häufig kritisch betrachtet. Immer wieder hört man: Du musst nicht suchen. Du musst nichts erreichen. Das, was du bist, bist du bereits.

Und darin liegt etwas Wesentliches. Trotzdem bedeutet das nicht, dass die Suche grundsätzlich falsch oder überflüssig wäre.

Wenn aus einer tiefen Ebene unseres Seins heraus der Impuls entsteht, die Wahrheit zu erkennen, kann genau diese Suche den Weg weisen. Vielleicht weißt du zunächst gar nicht, wonach du eigentlich suchst. Du spürst nur, dass etwas fehlt. Du möchtest mehr Glück, mehr Frieden oder eine tiefere Form von Freiheit erfahren.

Diese Sehnsucht kann dich zur Meditation führen, zur Selbsterforschung oder zu spirituellen Lehrern und Texten. Sie kann dich immer wieder zu der Frage zurückbringen: Wer bin ich wirklich?

Die Suche kann ein Ausdruck dessen sein, was dich bereits zur Wahrheit zieht.

Problematisch wird sie erst dann, wenn sie zur ausschließlichen Hauptsache wird. Wenn du nur noch auf ein zukünftiges Erwachen wartest, kann leicht das verloren gehen, was gerade tatsächlich stattfindet: dein Leben.

Wenn die Suche selbst zum Hindernis wird

Eine starke Suche kann eine eigenartige Dynamik entwickeln. Du möchtest unbedingt ankommen und richtest deine gesamte Aufmerksamkeit auf das Ziel. Du liest Bücher, meditierst, suchst nach Erfahrungen und versuchst herauszufinden, was dir noch fehlt.

Doch genau darin kann eine subtile Vorstellung liegen: dass du irgendwann an einem anderen Punkt sein wirst als jetzt.

Damit entsteht eine Trennung zwischen dem, was gerade ist, und dem, was angeblich erst noch kommen soll.

Dabei ist Erwachen nicht unbedingt etwas, das irgendwann in der Zukunft passiert. Es kann in jedem Jetzt geschehen. Und gerade deshalb kann die Fixierung auf das Erreichen eines bestimmten Zustands verhindern, dass du wahrnimmst, was bereits hier ist.

Manchmal kann sogar das Loslassen der Suche selbst zu einem entscheidenden Moment werden. Nicht als neue Methode, die du anwenden musst, sondern ganz einfach deshalb, weil du für einen Augenblick aufhörst, etwas erreichen zu wollen.

Dann kann sichtbar werden, dass du gar nicht so weit von dem entfernt bist, wonach du die ganze Zeit gesucht hast.

Was du bist, musst du nicht erst werden

Hier liegt der scheinbare Widerspruch zwischen Suche und Sein.

Das Sein ist bereits da. Du kannst nicht außerhalb dessen stehen, was du bist. Du kannst dich nicht von deinem eigenen Sein entfernen und es später irgendwo wiederfinden.

Wenn von reinem Sein oder reinem Bewusstsein gesprochen wird, geht es deshalb nicht um einen besonderen Zustand, den man sich erarbeiten muss. Es geht um etwas, das jeder Erfahrung zugrunde liegt.

Das bedeutet nicht, dass du einfach einen Gedanken übernehmen musst wie: „Ich bin reines Bewusstsein.“ Ein Konzept über Erwachen ist noch keine Erfahrung.

Vielleicht ist deshalb das Wort Erinnern hilfreicher als Suchen.

Beim Erwachen wird nichts völlig Neues erschaffen. Vielmehr erkennt das Bewusstsein sich selbst als das, was es immer schon gewesen ist. Es ist ein Wiedererkennen.

Und genau darin liegt die eigentliche Tiefe des Satzes: Was du suchst, ist längst da.

Anhalten, loslassen und das Leben nicht vergessen

Warum nehmen wir das, was bereits da ist, dann nicht wahr?

Wir sind häufig so sehr in unserem eigenen Film gefangen. Gedanken, Bewertungen, Vorstellungen und der Versuch, alles unter Kontrolle zu halten, bestimmen unsere Aufmerksamkeit. Wir bewegen uns ständig zwischen dem, was war, und dem, was sein soll.

Dabei geschieht das Leben immer nur jetzt.

Wenn dieser innere Film für einen Moment stiller wird, wenn du einmal nicht bewertest, nicht einordnest und nicht versuchst, etwas festzuhalten, kann sich eine andere Dimension der Erfahrung zeigen.

Das bedeutet nicht, dass du dein normales Leben aufgeben oder dich aus der Welt zurückziehen musst. Im Gegenteil. Gerade das ganz gewöhnliche Leben darf wieder wichtig werden. Deine Beziehungen, deine Arbeit, deine Gefühle, dein Körper und alles, was gerade geschieht, gehören nicht zu einem Hindernis, das du überwinden musst.

Das Leben selbst ist der Raum, in dem Erwachen geschehen kann.

Vielleicht ist es genau deshalb sinnvoll, die Suche nicht zu bekämpfen. Du musst sie nicht künstlich abschaffen. Aber du kannst erkennen, wann sie dich wieder in die Zukunft zieht.

Du kannst suchen, wenn die Suche da ist. Du kannst meditieren, wenn Meditation dich ruft. Du kannst dich mit spirituellen Fragen beschäftigen, wenn diese Fragen lebendig sind.

Und gleichzeitig kannst du immer wieder bemerken: Was ist jetzt?

Nicht: Was muss ich noch erreichen?

Nicht: Wann werde ich endlich erwachen?

Sondern einfach: Was ist jetzt tatsächlich hier?

Fazit: Vielleicht gibt es nichts zu finden

Die Suche nach Erleuchtung und das Sein müssen keine Gegensätze sein. Die Suche kann dich auf den Weg bringen. Sie kann Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach Wahrheit sein. Aber irgendwann kann es darum gehen, auch die Suche selbst loszulassen.

Denn das, wonach du suchst, ist möglicherweise nicht irgendwo am Ende eines langen spirituellen Weges verborgen.

Was du wirklich bist, ist bereits da.

Erwachen bedeutet dann nicht, jemand anderes zu werden. Es bedeutet, zu erkennen, was immer schon da war.

Vielleicht musst du deshalb nicht aufhören zu suchen. Vielleicht musst du nur irgendwann entdecken, dass du längst angekommen bist.


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