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Reines Gewahrsein verstehen – und warum Bewusstheit nicht dasselbe ist

Viele Menschen verwechseln reines Gewahrsein mit Aufmerksamkeit, Bewusstheit oder bloßer Wahrnehmung. Doch der Unterschied ist wesentlich, wenn es um spirituelle Verwirklichung geht. Dieser Artikel zeigt, was reines Gewahrsein wirklich ist, woran du seine Berührung erkennst und weshalb Bewusstheit allein noch nicht dasselbe ist.


Symbol für reines Gewahrsein und innere Weite – stilles Bild für Präsenz, Stille und das Unsichtbare hinter aller Wahrnehmung


Wahrnehmung, Bewusstheit und reines Gewahrsein unterscheiden

Wir haben festgestellt, dass das reine Gewahrsein, wenn du noch nicht damit in Berührung gekommen bist, gerne verwechselt wird mit Aufmerksamkeit, mit Bewusstheit und Wahrnehmung. Wir legen deshalb Wert darauf diese verschiedenen Phänomene zu unterscheiden. Wahrnehmung ist immer nur in Bedingtheit vorhanden. Sie findet in Bedingtheit unserer fünf Sinne statt, der fünf nach innen gerichteten Sinne, sowie der fünf nach außen gerichteten Sinne. Gewahrsein sein aber, reines Gewahrsein hat keine Bedingung. Reines Gewahrsein ist das, was IST. Ewig. Unendlich. Unveränderlich. Still. Es IST, unabhängig von den fünf Sinnen. Es ist nicht urteilend, es ist bezeugend, es lässt alles sein, es lässt alles zu, ohne ein Tun. Es ist die Bühne sämtlichen Potentials. Reines Gewahrsein ist nicht im eigentlichen Sinne erfahrbar, denn es ist kein Objekt, was getrennt von etwas da ist. Wir können aber sagen, dass die Berührung mit ihm Symptome hervorruft, über die wir es indirekt erfahren können. Einige Symptome von reinem Gewahrsein, wenn es beginnt in deine Lebenserfahrung einzuströmen, sind zum Beispiel Klarheit, Leichtigkeit, Gelassenheit, bedingungslose Liebe, Stille, Geborgenheit, Aufgehoben-Sein, Angekommen-Sein, Frieden, Freude, Glückseligkeit usw., ohne dass das an äußere Bedingungen geknüpft wäre. Die innere Bedingung für die Erfahrung dieser Symptome ist dein offener Zugang, deine Berührung mit diesem reinen Sein. Zu Beginn der Verwirklichung ist es ein Rinnsal, ein Berührt-Sein, später ist es dein SEIN, ohne ein Zweites.

Wie sich reines Gewahrsein im Leben bemerkbar macht

Deshalb legen wir Wert darauf, immer wieder Aufmerksamkeit auf dieses reine Gewahrsein zu legen, sofern du schon einmal einen Geschmack davon bekommen hast. Auch kannst du praktische Übungen machen, um Kontakt zu bekommen zur tatsächlichen Erfahrung des reinen SEINs. Es wird zwar immer gesagt: Reines Gewahrsein, die Essenz, die du bist, ist nicht erfahrbar. Und das stimmt auch, denn es ist transparent. Jedoch verändert sich dein gesamtes Erleben, wenn diese Berührung mit DIR selbst im Wachbewusstsein geschieht und in dein Leben hereinbricht. Und wenn es in dir aufrecht erhalten bleibt, als permanenter Zeuge, dann ist es doch subtil erfahrbar. Es ist wie ein neuer Sinn, der in dir entsteht, ein neuer Sinn, jenseits der bekannten fünf Sinne. Ein Sinn der Ganzheitlichkeit, der ohne Begrenzung als Unendlichkeit dauerhaft präsent ist. Ein Sinn, dem nichts mehr entgeht.

Bewusstheit allein ist noch nicht Verwirklichung

Du kannst das selbst für dich untersuchen. Unterscheide einmal reines Gewahrsein und Wahrnehmung. Wenn du etwas wahrnimmst, kann das völlig ohne Bewusstheit geschehen. Wenn du im nächsten Schritt Aufmerksamkeit auf deine Wahrnehmung legst, dann wird sie dir bewusst. Und doch kann beides vollkommen außerhalb des reinen Gewahrseins stattfinden. Das heißt, selbst wenn du dir deiner Wahr- nehmung oder deiner Handlung in zunehmendem Maße bewusst wirst, heißt das noch nicht, dass du das reine Gewahrsein verwirklicht hast. Obwohl das reine Gewahrsein die Grundlage aller Wahrnehmungsprozesse und aller Bewusstseinsprozesse ist, muss es in deinem Innenraum noch nicht wirklich präsent sein. 

Warum unsere Kultur sich mit dem Unsichtbaren so schwertut

Die Erfahrung zeigt, dass unsere Kultur alles daran setzt, das reine Gewahrsein möglichst außerhalb unserer Reichweite zu halten. Das, was wir wirklich sind, unser großes Selbst, unser höheres Selbst, hat in unserer Kultur wenig Platz. Vielleicht liegt das daran, dass es so wenig greifbar ist. Während Wahrnehmung und Aufmerksamkeit quasi noch greifbare Alltags-Phänomene sind, hat reines Gewahrsein damit überhaupt nichts zu tun. Reines Gewahrsein ist, wie die Wurzel einer Pflanze, unsichtbar. Und mit dem Unsichtbaren hat unsere Kultur so ihre Schwierigkeiten. Selbst wenn es die absolute Grundlage und Basis jeder Wahrnehmung, jeder Aufmerksamkeit und auch jeder Aktivität ist, solange das reine Gewahrsein unsichtbar und nicht direkt wahrnehmbar ist, tut sich unsere Kultur total schwer das anzuerkennen. Wie soll man an etwas glauben, was nicht wahrnehmbar ist? Das passt überhaupt nicht in unser Weltbild. Wir brauchen Tatsachen, wir brauchen Fakten. Wir brauchen immer etwas, wo wir uns dran halten können. Wie soll man sich an etwas halten, wie das reine Gewahrsein, wenn da im Grunde genommen nichts ist?

Fazit

Reines Gewahrsein ist nicht einfach eine intensivere Form von Aufmerksamkeit, sondern die stille, unveränderliche Grundlage allen Erlebens. Wer beginnt, diesen Unterschied wirklich zu verstehen, erkennt auch, warum nicht jede bewusste Wahrnehmung schon Erwachen bedeutet. Gerade darin liegt ein tiefer Schlüssel: nicht mehr nur auf das Wahrgenommene zu schauen, sondern auf das, was allem Wahrnehmen vorausgeht.

Videobeitrag zum Thema

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Videobeitrag über reines Gewahrsein, Bewusstheit und den Unterschied zur Wahrnehmung


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